Riot Blockchain zitiert COVID-19 Unterbrechungsrisiken auf SEC-Formular 10-K

Das an der Nasdaq notierte Krypto-Währungsunternehmen Riot Blockchain reichte am 25. März seinen Jahresbericht auf Formular 10-K bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) ein.

Neben einer langen Liste anderer potenzieller Risikofaktoren für das Unternehmen bewertet der Bericht auch die potenziellen Störungen aufgrund der COVID-19-Pandemie.

COVID-19 wird sich auf das Kryptowährungsabbau-Geschäft auswirken.

Als Teil des Formulars 10-K muss ein Unternehmen Informationen über alle wesentlichen Risiken für sein Geschäft aufnehmen. Riot unterteilt diese Risiken weiter in mehrere Abschnitte, obwohl interessanterweise die Risiken aus COVID-19 als ein kryptowährungsbezogenes Risiko und nicht als allgemeines Risiko aufgeführt werden:

Unser Geschäft wird durch die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) negativ beeinflusst werden. Zusätzlich zu den globalen makroökonomischen Auswirkungen werden der Ausbruch des neuartigen Coronavirus (COVID-19) und alle anderen damit verbundenen negativen Entwicklungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit die Aktivitäten unserer internationalen Zulieferer und möglicherweise auch unsere Bergbauaktivitäten stören.“

CoronavirusDer Bericht stellt weiter fest, dass das Unternehmen bereits jetzt und in Zukunft weitere Betriebsstörungen aufgrund von Quarantänen, Selbstisolierung und anderen Bewegungseinschränkungen erlebt hat und erleben wird, die die Mitarbeiter an der Ausübung ihrer Tätigkeit hindern.

Dem Bericht zufolge hat Riot sechs Vollzeitbeschäftigte, wobei die Aktivitäten von drei Beratern zur Verwaltung und Wartung der Bergbauanlagen abhängen.

Größtes Risiko für die Lieferkette Dritter

Während das Risiko des neuen Coronavirus auf sechs Mitarbeiter und ein Lager voller Antminers begrenzt sein mag, könnten sich die Auswirkungen auf Büros und Fabriken Dritter, Grenzschließungen und Lieferketten drastischer auswirken.

Riot verweist auf die Tatsache, dass möglicherweise kein Ersatz für veraltete Bergbauausrüstungen oder Ersatzteile zur Reparatur bestehender Maschinen mehr verfügbar sind. Wie Cointelegraph jedoch berichtete, erhielt das Unternehmen kürzlich 4.000 neue S17 Antminer Pro-Maschinen, die ursprünglich Ende letzten Jahres bestellt worden waren.

Schließlich heißt es in dem Bericht, dass eine umfassendere Sperrung, einschließlich der vorgeschriebenen Betriebsschließung, den Betrieb nachteilig beeinflussen würde. Die Aufsichtsbehörden haben die Kryptowährung nicht als wesentlichen Wirtschaftszweig bezeichnet.

Die Erwartungen im Voraus senken?

COVID-19 ist bei weitem nicht das einzige Risiko, das Riot in seinem Jahresbericht anführt. Das 48-seitige Dokument ist auf 18 Seiten den Risikofaktoren gewidmet.

Der Bericht stellt auch fest, dass das Unternehmen nicht rentabel ist und seit seiner Gründung Verluste gemacht hat. Es wird erwartet, dass es auf absehbare Zeit weiterhin Verluste machen wird, die sich mit der Entwicklung des Unternehmens noch erhöhen können. Die Bergbaukosten übersteigen derzeit die Einnahmen aus dem Bergbau.

Der Bericht zitiert auch frühere Misserfolge des Unternehmens in der Tiergesundheits- und Biowissenschaftenbranche und legt nahe, dass es keine Garantie dafür gibt, dass der Dreh- und Angelpunkt der Bergbaustrategie in einer Kryptowährung erfolgreicher sein wird.

Riot war eines von mehreren Unternehmen, die den Kryptowährungsboom im Jahr 2017 ausnutzten, indem sie den Namen in „Blockchain“ änderten, um den Aktienkurs von 8 auf über 40 Dollar in die Höhe schnellen zu lassen.

Seither hat es den Kryptowährungsabbau zu seinem Kerngeschäft gemacht, obwohl es 2019 auch einen Kryptowährungsumtausch einführte, den es inzwischen aufgegeben hat.